Auf Basis ihrer langjährigen Freundschaft und dem gemeinsamen Umgang mit dem Thema Druckgrafik haben Thomas Schrage und Einhard Zang im November 2007 nicht nur ihre erste Gemeinschaftsausstellung geschaffen, sondern ihre ganz individuellen künstlerischen Standpunkte durch einen konzeptionellen Kraftakt in eine malerische Kooperation münden lassen, die spannender nicht sein kann.

Wie zu erwarten ging das Aufeinanderprallen dieser beiden unterschiedlichen Schaffenswelten nicht ruhig und beschaulich vonstatten. Neben fremden und eigenen Köperdrucken sowie Siebdruck-Motiven verzahnen sich gegenständliche und abstrakt-malerische Elemente zu einer virtuosen Farb- und Formenvielfalt, die sich dem Betrachter je nach Bild offensichtlich oder ungezähmt-dynamisch entgegendrängt und sich in plakativen Flächen und minimalistischen Elementen enthüllt. Frauenkörper umschmeicheln Sean Connery als James Bond, auf einer anderen Leinwand ist ein Bonsai erkennbar, aber auch ein Ohr, neben dem Druck eines Arms streckt sich eine Palme empor. Ein Skifahrer ohne Kopf wedelt über das grimmige Gesicht von The Hulk, während auf dem gleichen Werk ein weiblicher Körper kopfüber durch einen Wald springt.

Was vorrangig psychedelisch und abstrus anmutet, ist das Ergebnis eines Versuchs, zwei schöpferische Visionen ohne Identitätsverlust deckungsgleich zu bringen, oder zumindest die Schaffung einer kreativen Symbiose unterschiedlicher Auffassungen.

Postkarte zur Ausstellung

Präsentation: Künstlerischer Werdegang eines Projekts